Hamburg

AK MiZ im November 2017 - Gemeinsames Treffen mit ver.di

An alle ver.di- und IG Metall-Mitglieder in der Zeitarbeitsbranche Hamburg

Einladung zum Arbeitskreis Menschen in Zeitarbeit der IG Metall Region Hamburg in Zusammenarbeit mit der ver.di Hamburg

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, hiermit laden wir euch herzlich zum nächsten "Ratschlag Zeitarbeit" der ver.di Hamburg in Zusammenarbeit mit dem AK MiZ ein pdf:

Montag, 27. November 2017, um 17:00 Uhr

Raum "St. Georg" (Ebene 9)

Gewerkschaftshaus, Besenbinderhof 60, 20097 Hamburg

Neben euren aktuellen Fragen und Themen rund um das Arbeitsleben in der Zeitarbeit und dem Austausch mit dem ver.di-Anwalt Holger Thiess möchten wir folgende Themen mit euch besprechen

Tagesordnung:

Aktuelle Themen aus den Betrieben

Stand und Veränderungen durch das neue AÜG

Planungen für den Ratschlag 2018: Organisieren und Mehr werden!

Verschiedenes

 

Wir freuen uns auf eure Teilnahme! Bringt gerne Kolleginnen und Kollegen aus euren Betrieben mit.

 

Mit kollegialen Grüßen

Stefanie Hampe - IG Metall Region Hamburg

Tanja Chawla - ver.di Hamburg

Betriebsratswahlen - Leiharbeitnehmer bestimmen mit

Ab März 2018 geht's los: Dann wählen Belegschaften ihre neuen Betriebsräte. Auch Leiharbeitnehmer wählen mit. Wenn sie mindestens drei Monate im Einsatzbetrieb arbeiten, haben sie das gleiche Wahlrecht wie die Stammbeschäftigten.

Leiharbeitnehmer haben nicht nur einen, sondern zwei Arbeitgeber: die Zeitarbeitsfirma, mit der sie ihren Arbeitsvertrag haben - und der Einsatzbetrieb, in dem sie arbeiten.

An wen nun wenden, wenn es etwas zu regeln gibt? Alle Fragen zum Arbeits- und Tarifvertrag bereden Leiharbeitnehmer mit ihrem Verleiher. Doch den bekommen sie nicht immer zu greifen. Und alles, was mit dem direkten Arbeitsplatz zu tun hat, besprechen sie mit ihrem Einsatzbetrieb. Und der verweist nicht selten auf ihren Verleiher. In solchen Fällen hilft der Betriebsrat. 
 

Doppelt hält besser: aktiv werden und mitbestimmen

Meist gibt es einen im Einsatzbetrieb, der auch für die Leiharbeiter ein kompetenter Ansprechpartner ist. In den Zeitarbeitsfirmen, also in Verleihbetrieben, sind seltener Arbeitnehmervertreter anzutreffen. Nicht zuletzt, weil viele Beschäftigte sich untereinander gar nicht kennen. Zwar ist die Organisation einer Betriebsratswahl in Zeitarbeitsfirmen nicht einfach, aber auch nicht unmöglich. Die IG Metall unterstützt Leihbeschäftigte, wenn sie in ihrem Verleihbetrieb einen Betriebsrat gründen wollen.
(Weiterlesen bei der IG Metall: hier klicken)

"Branchenzuschlags-Tarifverträge Leiharbeit - was man wissen muss"

Mit der Erneuerung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) zum 01.04.2017 haben die Branchenzuschlags-Tarifverträge eine besondere Bedeutung gewonnen. Eine anschauliche Übersicht zu den Branchenzuschlägen in der Leiharbeit hat die Hamburger Kanzlei Templin und Thieß am 13. Oktober 2017 veröffentlicht. Darin gibt der Rechtsanwalt Holger Thieß auch Antworten auf die wichtigsten Fragen der Betroffenen. In der Einleitung heisst es:

"Beginnend ab 2012 wurden für diverse Branchen so genannte Branchenzuschläge für die Leiharbeitnehmer in diesen Bereichen vereinbart. In den Tarifverträgen zwischen den jeweiligen Einzelgewerkschaften und den Arbeitgeberverbänden BAP und iGZ wurde die Lücke zwischen den Tarifentgelten in der Leiharbeit und den Einsatzbranchen verringert.

Diese Tarifverträge gelten für alle tarifgebundenen Mitgliedsunternehmen von BAP und iGZ. Sie finden zudem Anwendung, wenn im Arbeitsvertrag auf die Tarifregelungen von BAP (früher BZA) oder iGZ Bezug genommen wird.

Der Branchenzuschlag ist ein nach der Einsatzdauer gestaffelter Prozentsatz, der auf das jeweilige Stundenentgelt aufgeschlagen wird. Er ist zu zahlen, wenn ein Leiharbeitnehmer in einem Unternehmen dieser Branchen länger als sechs beziehungsweise vier Wochen (Tarifverträge ver.di) eingesetzt wird. Die Höhe der Zuschläge variiert dabei nach Branche, Einsatzdauer und Qualifikation. (...)" link

AK MiZ im November 2017

Einladung zum Arbeitskreis Menschen in Zeitarbeit (AK MiZ)

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

das nächste Treffen des AK MiZ bei der IG Metall Region Hamburg findet statt am:

Montag, 13. November 2017 um 17.00 Uhr

im Hamburger Gewerkschaftshaus, Geschäftsstelle der IG Metall Region Hamburg

Besenbinderhof 60, 20097 Hamburg

Aufzugsebene 12, Sitzungszimmer Raum 12.48

 

Tagesordnung:

  1. Eröffnung und Begrüßung
  2. Aktuelles von der IG Metall
  3. Betriebsratsarbeit in einer Verleihfirma
  4. Betriebsratswahlen 2018 – Leiharbeiter bestimmen mit
  5. Aktuelles und Verschiedenes

Mit kollegialen Grüßen, Stefanie Hampe

i.A. Sibylle Hofmann

IG Metall Region Hamburg

Zu den Themen Betriebsratsarbeit und Betriebsratswahlen 2018 siehe auch: https://www.igmetall.de/betriebsratswahlen-2014-leiharbeitnehmer-bestimmen-mit-12362.htm

 

In der Kritik: Tarifverträge, die schlechter sind als gesetzliche Regelungen

Am 21.09.2017 veröffentlichte die "Neue Osnabrücker Zeitung" einen Beitrag, der die Aufweichung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) durch Tarifverträge zum Inhalt hatte. Titel: "Gesetz als Mogelpackung?" - Untertitel: "Metallindustrie unterläuft Regeln zu Leiharbeit". link

Zum Abschluss eines Tarifvertrages benötigt man mindestens zwei Partner. Und bei den Tarifverträgen zur Leih- und Zeitarbeit (TV LeihZ) ist oftmals einer der Partner unsere IG Metall.

Das AÜG sieht aktuell eine Höchstüberlassungsdauer von 18 Monaten vor. Die neuesten Tarifverträge zwischen Arbeitgeberverbänden und der IG Metall ermöglichen allerdings bis zu 48 Monate Einsatz in nur einem Entleihbetrieb. Das hat weder etwas mit "vorübergehenden Einsatz" noch mit dem "Abfangen von kurzfristigen Auftragsspitzen" noch mit der Vertretung für fest angestellte KollegInnen zu tun, die, aus welchen Gründen auch immer, für eine absehbare Zeit ausfallen.

Die Absicherung von Industriestandorten, und damit auch die Absicherung der Arbeitsplätze von Stammbeschäftigten, steht hier gegen die vielfach formulierte Forderung nach gleichem Geld und gleichen Rechten für Leiharbeitskräfte - ab dem 1. Tag! Für viele betroffene KollegInnen stellt sich die Frage: Bin ich KollegIn zweiter Klasse? Ist ein Stammbeschäftigter vielleicht doch "gleicher" als eine Leiharbeitskraft?

Hier ist eine gründliche innergewerkschaftliche Diskussion von Nöten!

Aufhänger für den Artikel war eine Anfrage der GRÜNEN-Abgeordneten Beate Müller-Gemmeke zur Höchstüberlassungsdauer und die Antwort des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Hier nachzulesen: pdf