Hamburg

Zahlen zur Zeitarbeit nach AÜG

Die Bundesagentur für Arbeit hat ihren neuen Halbjahresbericht veröffentlicht

Der Arbeitsmarkt in Deutschland

Zeitarbeit - Aktuelle Entwicklungen -

"Der Beschäftigungsaufbau in der Zeitarbeit hat sich zuletzt nicht mehr fortgesetzt, der Arbeitskräftebedarf der Branche hat nachgegeben. Die Zeitarbeit ist im Vergleich zu anderen Branchen durch eine überdurchschnittlich hohe Dynamik und Fluktuation gekennzeichnet. Dies zeigt sich auch in den Bewegungen zwischen Arbeitslosigkeit und Arbeitnehmerüberlassung: 16 Prozent der Zugänge in Arbeitslosigkeit aus Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt und 17 Prozent der Beschäftigungsaufnahmen erfolgen aus bzw. in Zeitarbeit."

Das Thema Zeitarbeit nach AÜG über Werkverträge fehlt in diesen Halbjahresberichten vollständig. Insbesondere den "Personaldienstleistern", die sowohl Arbeitskräfte nach AÜG als auch Arbeit über Werkverträge anbieten gilt es genauer auf die Finger zu schauen!

Die neue Broschüre steht ausschließlich als PDF-Dokument zur Verfügung und kann unter folgendem Link heruntergeladen werden:

Bericht der Bundesagentur für Arbeit

 

Zwei tote Leiharbeiter nach Brand in Unterkunft in Papenburg

Am 13. Juli hat sich im niedersächsischen Papenburg ein Wohnhausbrand ereignet. Dabei starben zwei Männer. Die insgesamt 30 Bewohner des Hauses stammten aus Bulgarien und Rumänien und waren als Leiharbeiter über Werkverträge bei der Papenburger Meyer Werft beschäftigt. Politik, Gewerkschaft und Kirche zeigten sich empört über die Unterbringung und fordern nun bessere Kontrollen durch Behörden und Arbeitgeber.

24.07.13 – Leiharbeit und Werkverträge auf der Meyer Werft

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23.07.13 – Erste Konsequenzen

IG Metall und Meyer Werft verhandeln Tarifvertrag

Für soziale Mindeststandards und Kontroll- und Mitspracherechte des Betriebsrats bei Werkverträgen

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Bundesarbeitsgericht erschwert Dauereinsatz bei Leiharbeit

12.07.2013 - „Dieser Beschluss ist ein Paukenschlag“, begrüßt Detlef Wetzel, der Zweite Vorsitzende der IG Metall, die Entscheidung der Erfurter Richter. Das Bundesarbeitsgericht hatte entschieden, dass Unternehmen Leiharbeitnehmer nicht mehr unbefristet einsetzen dürfen, sondern nur noch vorübergehend.

Ein Leihbeschäftigter darf nicht dauerhaft, sondern nur vorübergehend im Entleihbetrieb eingesetzt werden. Das hat das Bundesarbeitsgericht am 10. Juli entschieden. Konkret hatten die obersten Arbeitsrichter zu entscheiden, ob der Betriebsrat des Entleihbetriebs seine Zustimmung zum Einsatz von Leiharbeitnehmern verweigern kann, wenn diese dort nicht nur vorübergehend eingesetzt werden sollen.

Nach wie vor ist zu klären, was denn nun eigentlich „vorübergehend“ heißt. „Vorübergehend“ ist auch das Leben.

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