"Branchenzuschlags-Tarifverträge Leiharbeit - was man wissen muss"

Mit der Erneuerung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes (AÜG) zum 01.04.2017 haben die Branchenzuschlags-Tarifverträge eine besondere Bedeutung gewonnen. Eine anschauliche Übersicht zu den Branchenzuschlägen in der Leiharbeit hat die Hamburger Kanzlei Templin und Thieß am 13. Oktober 2017 veröffentlicht. Darin gibt der Rechtsanwalt Holger Thieß auch Antworten auf die wichtigsten Fragen der Betroffenen. In der Einleitung heisst es:

"Beginnend ab 2012 wurden für diverse Branchen so genannte Branchenzuschläge für die Leiharbeitnehmer in diesen Bereichen vereinbart. In den Tarifverträgen zwischen den jeweiligen Einzelgewerkschaften und den Arbeitgeberverbänden BAP und iGZ wurde die Lücke zwischen den Tarifentgelten in der Leiharbeit und den Einsatzbranchen verringert.

Diese Tarifverträge gelten für alle tarifgebundenen Mitgliedsunternehmen von BAP und iGZ. Sie finden zudem Anwendung, wenn im Arbeitsvertrag auf die Tarifregelungen von BAP (früher BZA) oder iGZ Bezug genommen wird.

Der Branchenzuschlag ist ein nach der Einsatzdauer gestaffelter Prozentsatz, der auf das jeweilige Stundenentgelt aufgeschlagen wird. Er ist zu zahlen, wenn ein Leiharbeitnehmer in einem Unternehmen dieser Branchen länger als sechs beziehungsweise vier Wochen (Tarifverträge ver.di) eingesetzt wird. Die Höhe der Zuschläge variiert dabei nach Branche, Einsatzdauer und Qualifikation. (...)" link