Warnstreiks und Streiks

Wir sind GewerkschafterInnen in und um die Zeitarbeit.

Wir unterstützen die Forderungen der Stammbeschäftigten in der aktuellen Tarifauseinandersetzung in der Metall- und Elektroindustrie.

Wir sind solidarisch - und wir fordern gleiches Geld und gleiche Rechte bei gleicher Arbeit!

buehne tarifticker 680 link: WIR FÜR MEHR

Ob Leiharbeitskräfte (LAKs) bei einem Warnstreik oder Streik in „ihrer Entleihfirma“ zur Arbeit antreten

  •          müssen,
  •          dürfen
  •          oder können

hat ganz wesentlich mit dem Arbeitnehmerüberlassungsgesetz (AÜG) zu tun - und mit Tarifverträgen, sowie der Zugehörigkeit der Verleihfirma zu einem ganz bestimmten Arbeitgeberverband.

Bei einem Warnstreik oder Streik müssen Leiharbeitskräfte grundsätzlich nicht im bestreikten „Kundenbetrieb“ arbeiten:

„Der Leiharbeitnehmer ist nicht verpflichtet, bei einem Entleiher tätig zu sein, soweit dieser durch einen Arbeitskampf unmittelbar betroffen ist. (...) (§ 11, Absatz 5, AÜG)

Wenn die Verleihfirma Mitglied in einem (Zeit-)Arbeitgeberverband ist, der Tarifverträge mit der Tarifgemeinschaft des DGB abgeschlossen hat, dann dürfen LAKs nicht im bestreikten Betrieb „eingesetzt“ werden:

Leiharbeitskräfte „... werden im Umfang eines Streikaufrufs einer Mitgliedsgewerkschaft der DGB-Tarifgemeinschaft Zeitarbeit nicht in Betrieben oder Betriebsteilen eingesetzt, die ordnungsgemäß bestreikt werden.“ (Manteltarifverträge § 12, mit dem iGZ, und § 17, mit dem BAP)

Die Verleihfirma muss dann für die Streiktage einen anderen Einsatzort anbieten - oder die Leiharbeitskraft hat während des Streiks bezahlte, „einsatzfreie“ Zeit!

Das heißt für die Kolleginnen und Kollegen in Zeitarbeit, deren Verleihfirma nicht tarifgebunden ist: Sie können bei Streiks im Entleihbetrieb arbeiten, sie müssen sich aber selbst dafür entscheiden!