Konkrete Vorschläge aus NRW zur Verhinderung des Missbrauchs von Werkverträgen und Leiharbeit

Werkverträge werden zunehmend genutzt, um Personalkosten zu sparen und Arbeitnehmerrechte zu umgehen. Das Arbeitsministerium Nordrhein-Westfalen hat deshalb Herrn Prof. Dr. Peter Schüren und Frau Prof. Dr. Christiane Brors im Rahmen der Initiative „Faire Arbeit – Fairer Wettbewerb“ beauftragt, ein Gutachten zu erstellen, das Lösungen für dieses Problem aufzeigen soll. (...)

Im Kern läuft das Gutachten auf folgende Neuerungen im Arbeitnehmerüberlassungsgesetz hinaus: Leiharbeit soll nur noch zur Deckung eines „vorübergehenden“ Bedarfs beim Entleiher zulässig sein, also etwa wenn für das Weihnachtsgeschäft eine Verkäuferin fehlt oder ein Angestellter als Mutterschaftsvertretung gesucht wird. Nach 18 Monaten Leiharbeit ist die Obergrenze erreicht ... (weiter bei: http://www.landderfairenarbeit.nrw.de/)

Wir verstehen das als einen Vorschlag, der in die richtige Richtung weist. Besonderen Handlungsbedarf sehen wir bei einer eindeutigen Klärung des Wortes "vorübergehend"!

Aber nur bei direkter Beteiligung der Betroffenen - namentlich der aktiven Haupt- und Ehrenamtlichen in der IG Metall - wird die ungerechte Behandlung ein Ende finden. Unsere Ziele sind gleiches Geld für gleiche Arbeit und ein Ende der Ungerechtigkeit. Dazu ist die intensive Zusammenarbeit von Stammbeschäftigten, Leiharbeitskräften und KollegInnen mit Werkverträgen notwendig. Diese Zusammenarbeit bedarf des intensiven Austauschs der Betroffenen in den Verwaltungsstellen der IG Metall.

pdf Arbeitsrechtliches Gutachten aus NRW