Zeitarbeit ist männlich, eintönig und beansprucht körperlich

"Arbeitsbedingungen in der Zeitarbeit" lautet der Titel des Informationsblattes zu einer Erwerbstätigenbefragung, das die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (BAuA) im Januar 2014 veröffentlicht hat. 2012 gab es in Deutschland rund 880.000 Zeitarbeiter. Fast drei Viertel (71 %) waren männlich. Im Vergleich zu den übrigen Erwerbstätigen berichten sie häufiger über schwere körperliche Arbeit, ungünstige Umgebungsbedingungen und Monotonie. Trotz ihres durchschnittlich jüngeren Alters klagen sie stärker über Muskel-Skelett-Erkrankungen.

Zeitarbeit, Teilzeitarbeit, geringfügige Beschäftigung, Befristung – diese sogenannten atypischen Erwerbsformen haben seit den 90er Jahren stetig zugenommen. Der Bericht „Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit 2012“ zeigt, dass in Deutschland etwa jeder Fünfte in solch einer Anstellung tätig ist. Oftmals weist eine Person sogar mehrere dieser „atypischen“ Merkmale auf, sie ist beispielsweise geringfügig und befristet angestellt. Im Mittelpunkt dieses Factsheets stehen die Zeitarbeitnehmer. Anhand der Daten der Erwerbstätigenbefragung 2012 wird gezeigt, welchen Arbeitsbedingungen Zeitarbeitnehmer ausgesetzt sind und wie es um ihre Gesundheit steht.

BAuA