ZeitarbeiterInnen - Ohne Organisation Machtlos

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BeitragVerfasst: 22.12.2015, 16:08 
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Hallo Forengemeinde,
wenn man sich mit den Vor- und Nachteilen
des Arbeitszeitkontos auseinandersetzt muß
man einen besinnlichen Blick auf die Zeit vor
2003 richten,also zu einem Zeitpunkt,als es
noch keinen Tarifabschluß zwischen DGB und
BZA gab. Hierzu ein paar


Zahlen, Daten, Fakten:

Der Vorteil für die Leiharbeiter:

1. Jede Überstunde wurde bezahlt.

2. Jede Ausfallstunde und/oder einsatzlose Zeiten mußten dem LAN vergütet werden.

3. Es durften keine Minusstunden für einsatzlose Zeiten angesammelt werden, die ein
LAN hätte nacharbeiten müssen.


Dies konnten und wollten die Gewerkschaf-
ten,allen voran die IG Metall und Verdi,nicht
mehr länger mit ansehen und schufen zu
Gunsten der Zeitarbeit das Instrument des
Arbeitszeitkontos,um das unternehmeriche
Risiko auf die Leiharbeiter abzuwälzen.Wo
gibts denn auch sowas, Lohn ohne Arbeit.


[b]Der Vorteil des Arbeitszeitkontos für die Verleiher:


1. Der LAN arbeitet zB 180 Stunden im Monat.
Der Verleiher rechnet gegenüber dem Kunden-
betrieb die 180 Std. auch ab, zahlt dem LAN
jedoch nur die tarifliche Arbeitszeit von 151,67
Std.Der Rest wandert auf das AZK.

2. Solange die Plusstunden auf dem AZK lagern,
braucht der Verleiher keine Sozialabgaben und
Steuern abzuführen.

3. Das AZK wird als Regulativ bei schwankender
Auftragslage eingesetzt,um das unternehmerische
Risiko auf die LAN abzuwälzen.[/i][/b]

Der Nachteil des Arbeitszeitkontos für die Leiharbeiter:

1. In einsatzlosen Zeiten werden die Plusstunden aus dem AZK geplündert,
dh,der Verleiher verrechnet sein unternehmeriches Risiko mit vom Leihar-
beiter bereits erworbenen Ansprüchen aus zuvor geleisteten Überstunden.

2. Sind keine Plusstunden vorhanden,wird das AZK in einsatzlosen Zeiten
mit Minusstunden,genauer gesagt,mit einer Zeitschuld zu ungunsten des
Leiharbeiters belastet.

3. Zur Beseitigung der Minusstunden und/oder Zeitschuld wird der Leihar-
beiter entgegen § 615 BGB unzulässigerweise mit Nacharbeit belastet.


Jetzt meine Fragen an Dich Eugen:

1. Wie bewertest Du mein bisheriges Vorbringen;richtig oder falsch???

2. Wenn Du es für falsch hälst,warum???

3. Bist Du immer noch der Auffassung,daß das AZK vernünftig gestaltet
und für die Leiharbeiter ein unverzichtbares Instrument ist???

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Die Leiharbeit ist eine Maschinerie,
in die du als Schwein reingehst und
als Wurst rauskommst


Wer montags lächelt, nimmt die richtigen Drogen.


Zuletzt geändert von challenger am 23.12.2015, 20:21, insgesamt 7-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 22.12.2015, 20:01 
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NeNeNe... Das ist ein Kompromiss. Im Gegenzug bekamen die Gewerkschaften ja Zusprüche. 1 Tag Kündigungsfrist z.B. :mrgreen:


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BeitragVerfasst: 23.12.2015, 12:21 
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Premutos1982 hat geschrieben:
NeNeNe... Das ist ein Kompromiss. Im Gegenzug bekamen die Gewerkschaften ja Zusprüche. 1 Tag Kündigungsfrist z.B. :mrgreen:

Hallo Premutos,
Späßle gemacht?

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BeitragVerfasst: 23.12.2015, 15:04 
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Nee. Das war ironisch. Aber nicht zum Spaß.


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BeitragVerfasst: 23.12.2015, 17:30 
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Glückwunsch ihr Gewerkschaften mit samt euren tarifkomissionen.Für mich war das Zeitkonto schon imer ein sammelsurium
von bestimmungen um bei den leiharbeitern abzukassieren.

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Willst du den Charakter eines Menschen
erkennen,so gib ihm Macht.


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BeitragVerfasst: 20.02.2016, 18:04 
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[color=#FF0000]1. In einsatzlosen Zeiten werden die Plusstunden aus dem AZK geplündert,
dh,der Verleiher verrechnet sein unternehmeriches Risiko mit vom Leihar-
beiter bereits erworbenen Ansprüchen aus zuvor geleisteten Überstunden.

2. Sind keine Plusstunden vorhanden,wird das AZK in einsatzlosen Zeiten
mit Minusstunden,genauer gesagt,mit einer Zeitschuld zu ungunsten des
Leiharbeiters belastet.

3. Zur Beseitigung der Minusstunden und/oder Zeitschuld wird der Leihar-
beiter entgegen § 615 BGB unzulässigerweise mit Nacharbeit belastet.

Zu 1. Dafür ist aber die Zustimmung des LAN nötig. Man muß nicht alles unterschreiben, was einem vorgelegt wird. Erst Gehirn einschalten, dann handeln.

Zu 2. Der Stand des AZK wird monatlich in der Abrechnung ausgewiesen. Wenn er nicht richtig ist, dann schriftlich Widerspruch einlegen.

Zu 3. Wenn man auch nur ein ganz klein wenig über seine Rechte weiß, siehe Pkt. 1 + 2, dann wird das nicht passieren.

Es ist ganz einfach so, daß man auch mal NEIN sagen muß. Leider trauen sich das nur die Allerwenigsten!

seneca


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BeitragVerfasst: 21.02.2016, 08:46 
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Zeitkonto im Einsatz finde ich ok. Da kann ich mir auch mal freinehmen bzw wenns ins Minus läuft, bekomm ich mein Geld trotzdem. Und laut TV kann ich mir inzwischen alles über 105 Stunden eh jederzeit ausbezahlen lassen - dies auch als Tipp für die, die den nächsten Schritt nicht gehen wollen und im Einsatz viele Plusstunden aufbauen(*).

In einsatzfreien Zeiten NUR abbauen, wenn man wirklich frei haben WILL. Ansonsten: nichts unterschreiben bzw (*) Bezahlung einfordern. Dazu gut: IGM- Mitgliedschaft mit Rechtsschutz.

Mein WUNSCH wäre, dass Minusstunden, die IM Einsatz auflaufen, NACH Beendigung des Einsatzes zu Lasten des Arbeitgebers verfallen bzw das Plusstunden, die in einem Einsatz entstehen nicht mit Minus im nächsten verrechnet werden könnten....

Das müsste m.E. GESETZLICH EINDEUTIG geregelt werden - in einem Tarifvertrag, der lediglich ein VERHANDLUNGSERGEBNIS ist, werden das die AG m.E. nie unterschreiben.

Von was ich sonst noch so träume erzähl ich ein anderes mal.... :wink:


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BeitragVerfasst: 22.02.2016, 10:54 
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Hallo TeJa,

es gibt dazu Klagen am laufen vor dem BAG.

Im Falle eines positiven Abschneidens, darf das die TaKo gerne in den neuen tollen TV normieren!

Und alle aber auch alle BR´s in den 18.000 Zeitfrimen sollten dann schnellstens geschult werden damit die das auch wissen.

Angefangen beim Marktführer aus den Niederlande ;-)

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...Staatshaushalt - Ein Haushalt in dem alle essen, aber niemand spülen will!

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BeitragVerfasst: 22.02.2016, 19:59 
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Hallo Cid,

NACH einer BAG-Entscheidung wäre eine tarifvertragliche Klarstellung wohl nicht mehr soooo ausschlaggebend?

Also mich wundert es nicht, das die ZAF das Thema zu ihren Gunsten auslegen, wenn die Arbeitsgerichte auch - bisher - keine rechtssichere Eindeutigkeit urteilen. Dir ist schon klar, das ein Betriebsrat hierzu - egal was er davon hält - nicht in der durchsetzbaren Mitbestimmung ist? Er kann nur Schadensbegrenzung versuchen, wenn der Arbeitgeber eine gegenteilige Ansicht vertritt.. und den Mitarbeitern zu arbeitsrechtlicher Überprüfung raten - dazu wäre übrigens eine Rechtsschutzversicherung z.B. über die IGM nicht so schlecht. Wobei diverse Urteile - leider - auch nicht immer so zufriedenstellend ausgefallen sind. Selber kann ein Betriebsrat dies leider mangels Möglichkeit einer Organklage nicht machen. Und leider lassen wenige ZAK individualrechtlich ihre Ansprüche überprüfen. Aber ich hoffe auch auf positive Nachrichten vom BAG...


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BeitragVerfasst: 23.02.2016, 00:10 
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Teja83 hat geschrieben:
Hallo Cid,

NACH einer BAG-Entscheidung wäre eine tarifvertragliche Klarstellung wohl nicht mehr soooo ausschlaggebend?

Also mich wundert es nicht, das die ZAF das Thema zu ihren Gunsten auslegen, wenn die Arbeitsgerichte auch - bisher - keine rechtssichere Eindeutigkeit urteilen. Dir ist schon klar, das ein Betriebsrat hierzu - egal was er davon hält - nicht in der durchsetzbaren Mitbestimmung ist? Er kann nur Schadensbegrenzung versuchen, wenn der Arbeitgeber eine gegenteilige Ansicht vertritt.. und den Mitarbeitern zu arbeitsrechtlicher Überprüfung raten - dazu wäre übrigens eine Rechtsschutzversicherung z.B. über die IGM nicht so schlecht. Wobei diverse Urteile - leider - auch nicht immer so zufriedenstellend ausgefallen sind. Selber kann ein Betriebsrat dies leider mangels Möglichkeit einer Organklage nicht machen. Und leider lassen wenige ZAK individualrechtlich ihre Ansprüche überprüfen. Aber ich hoffe auch auf positive Nachrichten vom BAG...

Hallo Teja,
auf welcher Grundlage beruht Deine Annahme,
wonach ein Betriebsrat,ich gehe davon aus, Du
meinst das
Arbeitszeitkonto, kein Mitbestim -
mungsrecht hat ???

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BeitragVerfasst: 23.02.2016, 03:00 
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Die sind im Tarifvertrag geregelt und wenn bei der Interpretation dieser Formulierungen unterschiedliche Rechtsauffassungen bestehen, kann der Betriebsrat nicht gegen den Arbeitgeber klagen sondern leider nur die betroffenen ZAK. Wenn der Betriebsrat dann zum Arbeitgeber sagt, Mann hey, des is aber blöd, dann sagt der Arbeitgeber wohl: ja mei! :| Und hoffentlich sagt dasBAG jetzt dann: stimmt, ist blöd, dann muss Arbeitgeber wohl sagen: ok... :lol:


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BeitragVerfasst: 23.02.2016, 13:21 
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Teja83 hat geschrieben:
Die sind im Tarifvertrag geregelt und wenn bei der Interpretation dieser Formulierungen unterschiedliche Rechtsauffassungen bestehen, kann der Betriebsrat nicht gegen den Arbeitgeber klagen sondern leider nur die betroffenen ZAK. Wenn der Betriebsrat dann zum Arbeitgeber sagt, Mann hey, des is aber blöd, dann sagt der Arbeitgeber wohl: ja mei! :| Und hoffentlich sagt dasBAG jetzt dann: stimmt, ist blöd, dann muss Arbeitgeber wohl sagen: ok... :lol:

Hallo Teja,
erster Halbsatz ist falsch.
Nur dann, wenn ein TV eine Maßnahme
ABSCHLIESSEND regelt, und/oder ein Fall
des § 77 Abs.3 BetrVG vorliegt ist der BR
außen vor.Dies gilt vorliegend für die Plus-
stunden des AZK,welche der Höhe nach fest-
geschrieben sind.
Demgegenüber sind die Minusstunden im MTV
an keiner Stelle der Höhe nach festgeschrieben,
so das der AG theoretisch Minusstunden in un-
begrenzter Höhe in das AZK einstellen kann.Hier
hat der BR nach §87 BetrVG zweifellos ein MBR.

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BeitragVerfasst: 23.02.2016, 19:21 
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M.E. sind Arbeitszeitkonten nur indirekt über Arbeitszeiten im 87er geregelt. Aber ich bin kein Jurist. Inwieweit du recht hast und wie weit da die Ausgestaltung über eine Betriebsvereinbarung zwingend durchsetzbar ist kann ich nicht beurteilen. Von daher: hoffe ich auf eine klare Regelung durch das BAG... und die gilt dann für alle ZAK - mit oder ohne Betriebsrat...und von dir hoffe ich: du bist im Betriebsrat und setzt das alles für die Kollegen durch, was du so anmahnst???
Nur hier von anderen einfordern bringt halt keinen wirklich weiter.
Also: bei Wahlen aufstellen lassen, wählen lassen und besser handeln als die anderen... :D


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BeitragVerfasst: 24.02.2016, 19:08 
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Teja83 hat geschrieben:
Hallo Cid,

NACH einer BAG-Entscheidung wäre eine tarifvertragliche Klarstellung wohl nicht mehr soooo ausschlaggebend?
[....] Aber ich hoffe auch auf positive Nachrichten vom BAG...



--> viewtopic.php?f=2&t=4991&start=270 Dann darfst mir die Daumen drücken, Hole Dir Chips, oder Schoki und fahre nach Airfurt, Live und in 3 D, komplett W E R B E F R E I !!!

Aufregender als DSDS, ekelerregender als das Dschungelcamp und spannender als der Tatort :D

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BeitragVerfasst: 24.02.2016, 19:36 
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Hehehehe! Popcorn und Chips hole ich mir auch! Ich fahre aber nicht nach Erfurt. Ich hämmere am pc auf die F5 Taste wie ein Berserker und warte auf dein Post!!! Daumen drücken??? Bis sie brechen!!!


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BeitragVerfasst: 26.02.2016, 18:49 
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...ob mir die TaKo auch die Daumen drückt???

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BeitragVerfasst: 26.02.2016, 19:14 
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Ich kann mir nicht vorstellen, dass irgendwer in der TaKo nicht will, dass das BAG das eindeutig und für CiNdY entscheidet.

Euch ist doch bitte klar, dass der Tarifvertrag ein Verhandlungsergebnis - so was nennt man auch Kompromiss - und ok teilweise auch Kompromist- ist.


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BeitragVerfasst: 26.02.2016, 19:19 
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Also die TaKo der ZaG will es sicher nicht

:lol: :lol: :lol:

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BeitragVerfasst: 15.03.2016, 11:21 
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Hallo zusammen,

das Arbeitszeitkonto ist Gegenstand hitziger Diskussionen.

Fakt ist: Der Entleihbetrieb zahlt für jede geleistete Stunde des Leiharbeitnehmers, aber der Verleihbetrieb zahlt diesem nur 35/37/ Stunden davon aus, der Rest wandert aufs AZK zur Bestandssicherung und mit der Besonderheit der 2 Tage welche der LAN sich rausnehmen kann. Ab der 106. Stunde darf sich der LAN das auszahlen lassen. So weit so gut.

Die Themen des Entgeltrahmen-TV betreffen vor allem die Entleiher, weil diese den Einsatz beim Verleiher zahlen. Egal ob der Stundenlohn in der EG 1 9, 10, oder 13,-€ beträgt, der Entleiher zahlt dies mit dem Verrechnungssatz x an den Verleiher. Der Verleiher ist nur durchlaufender Posten.

Anders ist es bei den Themen des Mantel-TV. (AZK & Co) Die betreffen allesamt die ZAFs direkt,

Warum also werden die Überstundenzuschläge nicht angegangen? Ab der 36. Stunde greift ein Zuschlag von X %, welchen der Entleiher
zahlen darf - bei einer 40+X Std Woche kommt einiges zusammen - davon profitiert unmittelbar der LAN - und jeder ZAF steht es frei, die Stundenzal zu erhöhen auf 37, 38 etc.

Das hält das AZK gering, der Entleiher wird mit ins Boot genommen und es würde JEDER LAN davon profitieren???

Mit dem BAG Urteil von 2014 ist schon der Nichteinsatzbuchung ein Riegel vorgeschoben worden, es folgen 2 weitere Verfahren in diesem Jahr, so dass sich definitiv etwas ändern muss!

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BeitragVerfasst: 09.06.2016, 12:44 
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..Ich wäre für diesen Vorschlag gewesen ;-)

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BeitragVerfasst: 30.10.2016, 12:13 
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seneca hat geschrieben:
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dh,der Verleiher verrechnet sein unternehmeriches Risiko mit vom Leihar-
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2. Sind keine Plusstunden vorhanden,wird das AZK in einsatzlosen Zeiten
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Zu 1. Dafür ist aber die Zustimmung des LAN nötig. Man muß nicht alles unterschreiben, was einem vorgelegt wird. Erst Gehirn einschalten, dann handeln.
Irrtum seneca!
Mit "Unterschriftenaktionen" hält sich Randstad gar nicht erst lange auf. Wenn sich ein LAN im Nichteinsatz befindet,
wird automatisch sein Zeitkonto belastet. Da kann der LAN sein Gehirn so lange einschalten wie er will.



Zu 2. Der Stand des AZK wird monatlich in der Abrechnung ausgewiesen. Wenn er nicht richtig ist, dann schriftlich Widerspruch einlegen.
Völlig richtig. Aber das trauen sich die wenigsten, weil sie ansonsten Repressalien befürchten.Wenn,dann sind dies
in der Regel diejenigen,die aus der Befristung raus sind und/oder die jenigen,die unter das Kündigungsschutzgesetz
fallen.


Zu 3. Wenn man auch nur ein ganz klein wenig über seine Rechte weiß, siehe Pkt. 1 + 2, dann wird das nicht passieren.
Das Wissen um seine Rechte allein schützt nicht vor Willkür.Innerhalb der Befristung und/oder Probezeit sind die LAN
faktisch rechtlos.Denn wer in diesem Stadium auf seine Recht pocht,FLIEGT.



Es ist ganz einfach so, daß man auch mal NEIN sagen muß. Leider trauen sich das nur die Allerwenigsten!
Stimmt auffallend.


seneca

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