ZeitarbeiterInnen - Ohne Organisation Machtlos

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BeitragVerfasst: 11.08.2012, 13:23 
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Ich arbeite nun etwa vier Monate in besagter Firma. Vorher war ich als Wohnbereichsleiter festangestellt. Da ich aber in der Regel morgens um 6 angefangen hab und irgendwann mal zwischen 17:00 und 19:00 Feierabend gemacht hab. Zudem fast jedes Wochenende gearbeitet und zwei Jahre sämtliche Feiertage hat es mir nun gereicht. ich will ja auch meinen Sohn aufwachsen sehen (nun 2,5 Jahre). Deshalb hab ich dort gekündigt und bin auf Empfehlung eines ZA´s der ständig bei uns ausgeholfen hat dorthin.
Es war anstrengend natürlich jeden Tag neue Bewohner und neue Kollegen zu haben aber wie versprochen hatte ich nach 4 Wochen ca meine drei bis vier Stammhäuser. Vor Ort wurde man häufig skeptisch beäugt aber in der Regel kann man alle mit einer guten Arbeitsleistung überzeugen (manche arbeiten liebe rmit mir als mit manchen vom Stammpersonal).
mir wurde wie versprochen ein Fahrer zur Verfügung gestellt da ich kein Auto bestize und seit ca. 12 Jahren kein Auto gefahren bin. Die Absprache könnte dort oft günstiger sein. Selten passiert es das man länger als 10 Minuten wartet. Wegen schlechter Planung des Büros durfte ich abe rauch schon zweimal 1,5 Stunden warten. Aber an sich das versprechen mit dem Fahrer gehalten.
Kommunikation: Das Büro lässt immer mit sich reden wen auch immer man am Apparat hat. Kritik (wie schlechte Fahrerplanung wird aufgenommen und Besserung gelobt). Kommunikation findet bei mir meist per E Mail statt bei den meisten anderen per Telefon. Die Bürohengste sind aber auch froh wenn mal jemand persönlich vorbei kommt. Mir wurde eine Stundenabrechnung erklärt (ich dachte ich sollte mehr haben) und auch darauf hingewiesen das ich mich bei fragen immer wieder an das Büro wenden kann. D
Dienstplanung: Könnte weiter vorraus geplant werden. In manchen Häusern sehe ich meine Dienste für 3 Wochen im Vorraus erhalte aber von meiner Dienstelle nur die Dienste für eine Woche. Im Vergleich aber zu meiner vorherigen Tätigkeit...Quasi Dauerbereitschaft mit open End Feierabend ist das für mich schon eine Verbesserung. ABER noch besser ist die Absprachemöglichkeit. Ich bin sehr flexibel aber hin und wieder möchte ich auch mal wissen wann ich frei habe oder ich möchte sogar ein bestimmtes WE haben. Hat bislang reibungslos geklappt. Ich hab ca. 2-3 Wochen vorher bescheid gesagt und mir wurde für den angegebenen Zeitraum frei gegeben.

verdienst: ich hab nach drei Monaten nach einer gehaltserhöhung gefragt (per E Mail) wenni ch mich recht erinner hatte ich am nächsten nachmittag schon die Zusage dazu (nach Stundenlohn bekomme ich nun bei der Zeitarbeit 23 Cent mehr als bei der Festanstellung). Ich denke am Ende ist mein Gehalt etwas geringer als als Festangestllter aber ich war auch wie erwähnt Wohnbereichsleitung...Für 100% weniger Stress und 80-100 Euro weniger im Monat ist mir es das allemal wert. Achja als examinierter Altenpfleger erhalte ich dort 13,50 Die Stunde (hmm darf ich das überhaupt schreiben) Ich hab mich mal umgehört und mitbekommen das so mancher festangestellter weniger Verdient.
Also soweit von mir fast nur positives über die Firma.

Aber ich muss sagen das ich eben eine examinierte Altenpflegefachkraft bin die sind hier in Kiel anscheinend rar gesät. Eigentlich sollten sich alle AG´s benühen ihre Fachkräfte zu halten nur leider sehen die das meist anders und somit kenne ich nun schon 4 Fachkräfte die sich zur Zeitarbeit entschieden haben und unzählige Freiberufler.
Ich kann nicht sagen wie es den Pflegehelfern oder den Gewerblichen Beschäftigten ergeht!

Achja als Fahrer sollte man nicht unbedingt dort anfangen. Mein Fahrer hat einen 80 Stunden vertrag und kurvt manchmal schon in der Woche 40 Stunden rum.


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BeitragVerfasst: 14.08.2012, 18:06 
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Das geht so nicht, Lacronimus!

So, wie Sie hier schreiben… ist das nicht vorgesehen!

„Bürohengste“ ist ja ein nett gemeinter Versuch, aber um hier nach 76 Klicks auf Ihren Beitrag eine Reaktion zu erzeugen, müssten Sie sich schon Begrifflichkeiten wie Sklavenhändler oder Dumpinglohnzahler aneignen.

Und – um Gottes willen! – schreiben Sie nie, niemals, dass Sie mehr in der Zeitarbeit verdienen als in einem festen Angestelltenverhältnis! Das hat hier in Zoom blasphemische Züge, das geht gar nicht!

Schreiben Sie, wenn Sie Reaktionen erzeugen wollen, aus einer Opferrolle heraus, seien Sie frustrierter! Beklagen Sie sich in irgendeiner Form über „das System“, verweisen Sie auf einen Verstoß gegen die Menschrechte; das kommt an! Wie Sie da im Einzelnen argumentieren, ist dabei zweitrangig. Differenzieren Sie nicht, pauschalieren Sie, was das Zeug hält! Wichtig ist allein die Botschaft: Zeitarbeit ist schuld! An allem, an allen Widrigkeiten, die das Leben so bietet. Weltwirtschafts- und Finanzkrise, Nahost-Konflikt, Fukushima… packen Sie alles mit rein!

Ohne rechte (ähm… gemeint ist natürlich links-extreme) Gesinnung gewinnen Sie hier keinen Blumentopf!

Ironie off*

Als ernstgemeinte Reaktion auf Ihren Beitrag: http://m.focus.de/finanzen/diverses/arb ... 99392.html

Freundliche Grüße

PS: Gruß an Hilde, die werden Sie noch kennenlernen, wenn Sie so weiterschreiben… ;-)


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BeitragVerfasst: 14.08.2012, 20:13 
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Wusste ja garnicht, dass Sie bei der Gestellung vom medizinischen Personal so engagiert sind, Herr Altmann.
Auf Ihrer Web-Präsenz steht über Ihren Foto:

Büroteam Duisburg
Ihr Partner für Stahl- und Maschinenbau, Rohrleitungs- und Anlagenbau, Elektrotechnik/Installation, Schreinerhandwerk, Sanitärinstallations-/Heizungsbauhandwerk und Malerhandwerk.

Und was hat das jetzt mit Pflege zu tun?
Ach so, die Pflege von Rohrleitungen.

Na, da hat wohl wieder einer geflunkert...Macht nichts.
Das sind wir ja von Ihnen und Ihren Gesinnungsleuten gewohnt.

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Ein Land ist nicht nur das, was es tut- es ist auch das, was es verträgt, was es duldet.
Kurt Tucholsky


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BeitragVerfasst: 14.08.2012, 20:36 
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Tig hat geschrieben:
Wusste ja garnicht, dass Sie bei der Gestellung vom medizinischen Personal so engagiert sind, Herr Altmann.
Auf Ihrer Web-Präsenz steht über Ihren Foto:

Büroteam Duisburg
Ihr Partner für Stahl- und Maschinenbau, Rohrleitungs- und Anlagenbau, Elektrotechnik/Installation, Schreinerhandwerk, Sanitärinstallations-/Heizungsbauhandwerk und Malerhandwerk.

Und was hat das jetzt mit Pflege zu tun?
Ach so, die Pflege von Rohrleitungen.

Na, da hat wohl wieder einer geflunkert...Macht nichts.
Das sind wir ja von Ihnen und Ihren Gesinnungsleuten gewohnt.


Recherchieren? Üben, üben, üben! ;-)
http://www.hoffmann-medical-service.de/

Rettet dem Dativ!


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BeitragVerfasst: 14.08.2012, 20:46 
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Büroteam Duisburg
Ihr Partner für Stahl- und Maschinenbau, Rohrleitungs- und Anlagenbau, Elektrotechnik/Installation, Schreinerhandwerk, Sanitärinstallations-/Heizungsbauhandwerk und Malerhandwerk:

Thomas Altmann
Mitglied der Geschäftsleitung; als ausgebildeter Personalfachkaufmann (PFK) Niederlassungsleiter....

Hihi.....Die Unfähigkeit, in sich selbst das trostlose Schicksal einer gescheiterten Existenz zu erkennen, kann hart sein, Herr Schmalspur- Arbeitgeber.

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BeitragVerfasst: 15.08.2012, 19:07 
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Dem Artikel kann ich soweit nur Recht geben nach meinen bisherigen Erfahrungen.
Gerade erst wurde mir ein befristeter Vertrag angeboten von einem Haus in dem ich eingesetzt werde. Ich konnte mir ein Grinsen dabei nicht verkneifen. Ich sehe ja vor Ort wie die Festangestellten buckeln dürfen. Doppeldienste und ständiges einspringen. Und dann der bahnbrechende Stundenlohn von 12,50. Selbst zu meiner Einstellung bei Zwanzigelf hab ich mehr bekommen...
Was den Artikel angeht...Wir haben bei uns ebenso MItarbeiter die nur bestimmte Schichten oder Uhrzeiten arbeiten. Sowas findet man Festangestellt auch nicht grad schnell.


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BeitragVerfasst: 15.08.2012, 19:32 
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Gäbe es hier einen "Gefällt mir"-Button wie in Facebook, würde ich ihn ganz fest drücken, Lacronimus.

Ich wünsche Ihnen noch viel Freude und viele gute Erfahrungen mit Ihrer Arbeitsstelle.

Freundliche Grüße

Thomas Altmann


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BeitragVerfasst: 15.08.2012, 20:08 
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Der von Altmann verlinkte Werbetext ist nicht von Focus (Money), sondern stammt aus der Pressemappe der Leihbude Jobs in Time (Orizon GmbH).

Ein typischer Altmann-Beitrag...

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"Wir rekrutieren am Bodensatz des Arbeitsmarkts" (Thomas Bäumer, CEO TUJA & Adecco / Tarifverhandlungsführer VGZ / BDA (Die nehmen aber auch wirklich jeden!) usw.)


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BeitragVerfasst: 15.08.2012, 20:16 
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Woher der Originaltext kommt ist ja auch nicht so schwer zu erkennen. Steht ja immerhin ganz unten. Trotzdem kann ich es nur bestätigen.
Gerade der Focus wäre eine Zeitung der ich aus Prinzip unrecht gebe ;)


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BeitragVerfasst: 15.08.2012, 21:00 
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Moin Lacronimus,

um die Polemik etwas herauszunehmen, ich selbst hatte auch Einsätze bei denen ich mehr verdiente als die Festangestellten. Nur waren das auch absolut miese Firmen, bei denen ich nie im Leben einen Festvertrag unterschrieben hätte. Dumm nur das gerade diese Negativbeispiele für Herrn Altmann als Vergleiche herhalten müssen und an solchen dummen Floskeln:

Walsimöt hat geschrieben:
Ich wünsche Ihnen noch viel Freude und viele gute Erfahrungen mit Ihrer Arbeitsstelle.

versucht sich bei mir schon lange kein Disponent mehr - so respektlos dürfte zwischenmenschlich kein gesunder Erwachsener mit mir umgehen!

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BeitragVerfasst: 23.08.2012, 09:30 
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Hallo Lacronimus,

unter: http://www.taz.de/Leiharbeiter-im-Dauereinsatz/!100060/

wieder mal einer der ganz seltenen Fälle wo in der Pflegebranche ein LAN schlechter gestellt ist als ein Stammarbeiter. Aber kein Problem auch diese Ausnahme betätigt nur Deine Regelerfahrung.


Karl


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BeitragVerfasst: 23.08.2012, 17:52 
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karla hat geschrieben:
Hallo Lacronimus,

unter: http://www.taz.de/Leiharbeiter-im-Dauereinsatz/!100060/

wieder mal einer der ganz seltenen Fälle wo in der Pflegebranche ein LAN schlechter gestellt ist als ein Stammarbeiter. Aber kein Problem auch diese Ausnahme betätigt nur Deine Regelerfahrung.


Karl


Moooooment Karl!

Das Wesen der Zeitarbeit ist das Dreiecksverhältnis (Verleiher/ZAF - Mitarbeiter/ZAN - Entleiher/Kunde), die Einsatzwechseltätigkeit (heute hier und morgen da) sowie der vorübergehende Charakter der einzelnen Einsätze.

Die in Deinem Link aufgeführte GfB Medi ist eine Tochter des Klinik-Konzerns Asklepios. Das ist konzerninternze Zeitarbeit, kurz: eine Schleckerei. Das Dreiecksverhältnis ist gesprengt, da Ver- und Entleiher identisch sind; ergo ist das gar keine (klassische) Zeitarbeit!

Nur weil Anton S. & Co. auf das AÜG kamen, als sie über Lohnkürzungen ihrer Angestellten nachdachten, kann man das ja nicht der Branche ankreiden. Ich gebe Dir ja auch nicht die Schuld an christlichen Gewerkschaften.

Echte, klassische Zeitarbeit bietet medizinischem Personal in der Regel die besseren Arbeitsbedingungen.


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BeitragVerfasst: 23.08.2012, 21:54 
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Hallo Walsimöt,
Zitat:
Die in Deinem Link aufgeführte GfB Medi ist eine Tochter des Klinik-Konzerns Asklepios. Das ist konzerninternze Zeitarbeit, kurz: eine Schleckerei. Das Dreiecksverhältnis ist gesprengt, da Ver- und Entleiher identisch sind;

Ja und?

Die haben das rechtlich als GmbH aufgezogen. Das ist zulässig.

Schau Dir doch mal diese alternative Schleckerei an unter:

http://www.welt.de/wirtschaft/article13 ... uehrt.html

Dort heißt es im 10. Absatz: Pikant dabei ist vor allem, dass die Mitarbeiter sich von Marquardts ehemaligem Personalchef anstellen lassen sollen, der das Zeitarbeitsunternehmen Perfact im Nachbarort gegründet hat. Damit ist Marquardt ein Vorläufer des Schlecker-Modells,

Zitat:
Nur weil Anton S. & Co. auf das AÜG kamen, als sie über Lohnkürzungen ihrer Angestellten nachdachten, kann man das ja nicht der Branche ankreiden.

Perfact ist Mitglied bei IGZ. Sein Geschäftsführer Erich H. ist fleißiger Mitdiskutant im IGZ-Forum Xing. Erzähl mir bloß nicht, dass euer IGZ-Geschäftsführer keine Ahnung hat über diesen Schleckervorläufer.

Karl


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BeitragVerfasst: 24.08.2012, 10:22 
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karla hat geschrieben:
Hallo Walsimöt,
Zitat:
Die in Deinem Link aufgeführte GfB Medi ist eine Tochter des Klinik-Konzerns Asklepios. Das ist konzerninternze Zeitarbeit, kurz: eine Schleckerei. Das Dreiecksverhältnis ist gesprengt, da Ver- und Entleiher identisch sind;

Ja und?

Die haben das rechtlich als GmbH aufgezogen. Das ist zulässig.

Ich bestreite nicht, dass das rechtlich zulässig ist. Ich bestreite lediglich, dass das echte, klassische Zeitarbeit ist. Nicht alles, was sich das Etikett Zeitarbeit gibt, ist auch Zeitarbeit. Jedenfalls meiner Meinung nach. Was für mich Zeitarbeit ist, wie sich Zeitarbeit in meinen Augen definiert, habe ich ja oben schon beschrieben.

Zitat:
Schau Dir doch mal diese alternative Schleckerei an unter:

http://www.welt.de/wirtschaft/article13 ... uehrt.html

Dort heißt es im 10. Absatz: Pikant dabei ist vor allem, dass die Mitarbeiter sich von Marquardts ehemaligem Personalchef anstellen lassen sollen, der das Zeitarbeitsunternehmen Perfact im Nachbarort gegründet hat. Damit ist Marquardt ein Vorläufer des Schlecker-Modells,

Zitat:
Nur weil Anton S. & Co. auf das AÜG kamen, als sie über Lohnkürzungen ihrer Angestellten nachdachten, kann man das ja nicht der Branche ankreiden.

Perfact ist Mitglied bei IGZ. Sein Geschäftsführer Erich H. ist fleißiger Mitdiskutant im IGZ-Forum Xing. Erzähl mir bloß nicht, dass euer IGZ-Geschäftsführer keine Ahnung hat über diesen Schleckervorläufer.


Und? Muss ich das gut finden, was Herr H. oder Perfact da so treiben?
Konzerninterne Zeitarbeit kann beizeiten als internes Flexibilisierungsinstrument Sinn machen. Aber bitte nur dann, wenn nach Equal Pay vergütet wird. Nach Equal Pay deshalb, weil es sich eben nicht um klassische Zeitarbeit handelt.

Und nochmal in aller Deutlichkeit: Wo das Dreiecksverhältnis nicht gegeben ist, weil z.B. Ver- und Entleiher identisch sind, wo keine Einsatzwechseltätigkeit gegeben ist ("synchrone Beschäftigungsverhältnisse"), wo die Einsätze nicht über den vorübergehenden Charakter verfügen (z.B. auf einen Einsatz befristete Zeitarbeitsverhältnisse), da handelt es sich meiner Meinung nach nicht um Zeitarbeit im eigentlichen Sinne sondern um Schein-Zeitarbeit. Und wo keine klassische Zeitarbeit gegeben ist, da darf auch kein Zeitarbeitstarif gelten (ergo: Equal Pay)!


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BeitragVerfasst: 24.08.2012, 18:53 
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Walsimöt hat geschrieben:
Ich bestreite nicht, dass das rechtlich zulässig ist. Ich bestreite lediglich, dass das echte, klassische Zeitarbeit ist. Nicht alles, was sich das Etikett Zeitarbeit gibt, ist auch Zeitarbeit. Jedenfalls meiner Meinung nach. Was für mich Zeitarbeit ist, wie sich Zeitarbeit in meinen Augen definiert, habe ich ja oben schon beschrieben.


Gude,

habe ein paar Schwierigkeiten den Begriff von „echter, klassischer Zeitarbeit“ einzuordnen.
Trotz aller Bemühungen ließ sich keine befriedigende Definition finden. Ich habe mir mal die Mühe gemacht, einige Punkte aufzuführen, die für gute Arbeitgeber zunehmend eine Rolle spielen, bzw. eine Selbstverständlichkeit darstellen.
Der laxen Erklärung, das der Arbeitnehmerüberlassung ein Dreiecksverhältnis mit den Komponenten Arbeitsvertrag, Überlassungsvertrag, Direktionsrecht und Arbeitsleistung zugrunde liegt, ist bekannt. Damit sollten wir uns doch nicht zufrieden geben.
Wir wollen doch von Qualität sprechen.

Wenn Herr Altmann die Vorzüge von „echter, klassischer Zeitarbeit“ anpreist, werden diese Punkte sicherlich von den Zeitarbeitsunternehmen (zu großen Teilen) eingehalten:

• Die Einarbeitung neuer Mitarbeiter erfolgt strukturiert; sie erhalten Unterstützung und werden nicht „ins kalte Wasser geworfen“
• Die Mitarbeiter empfinden ein hohes Maß an Arbeitsplatzsicherheit
• Man fördert die Work-Life-Balance der Leiharbeitnehmer aktiv (z. B. durch flexible Arbeitszeiten, Homeoffice, Teilzeit)
• Man betrachtet die Menschen als Ganzes und geht auf ihre individuelle Lebenssituation ein
• Hoher Arbeitseinsatz wird gewürdigt und nicht als selbstverständlich genommen
• Man zahlt den Mitarbeitern gute und faire Gehälter
• Man bietet den Leiharbeitnehmer attraktive Zusatzleistungen an (z.B. betriebliche Altersvorsorge)
• Die Arbeitsplätze sind den Bedürfnissen der Menschen angepasst und so gestaltet, dass sie sich wohlfühlen können
• Die Strukturen und Prozesse fördern die Eigeninitiative und Innovationsfähigkeit der Menschen
• Man bietet Schulungen speziell zur Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention an
• Man bietet den Leiharbeitnehmern spezielle Serviceleistungen an, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen (z.B. Kindertagesstätte; Vermittlung von Tagesmüttern etc.)
• Der Personaldienstleister agiert in allen Phasen des Mitarbeiterlebenszyklus professionell: Vom ersten Kontakt mit einem potenziellen neuen Mitarbeiter bis hin zum Austritt eines Mitarbeiters

Da die meisten der Menschen hier im Forum wahrscheinlich über die „echte, klassische Zeitarbeit“ beschäftigt sind, müssen wir uns dann wohl keine Sorgen mehr machen.

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BeitragVerfasst: 26.08.2012, 07:56 
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Da meld ich mich auch mal wieder.
Ich denke auch das man Firmeninterne Zeitarbeit und die "normale" Zeitarbeit unterscheiden muss. manche Betriebe spalten Betriebsteile ab um für diese neue Gehälter festlegen zu können andere wiederum gründen eine Zeitarbeit und wirtschaften damit genauso in die eigene Tasche. ISt sicherlich beides für die Mitarbeiter äusserst unbefriedigend. ich geh mal auf die gerade genannten Punkte ein und bewerte demnach meinen AG.

• Die Einarbeitung neuer Mitarbeiter erfolgt strukturiert; sie erhalten Unterstützung und werden nicht „ins kalte Wasser geworfen“
--- Macht in der Altenpflege kaum Sinn. Selbst neu festangestellte werden in den seltensten Fällen eingearbeitet. Wenn dann Zeitarbeit gebucht wird tun die das nicht weil sie die qualitativ hochwertige Zeitarbeit haben wollen sondern weil die Dienste nicht mehr abdeckbar sind. Es wird in der Regel erfahrenes Personal zur Seite gestellt um den Dienst zu schaffen.
• Die Mitarbeiter empfinden ein hohes Maß an Arbeitsplatzsicherheit
Den empfinde ich auf jeden Fall. Ich werde mit Sicherheit nicht gekündigt. Mich würde man dort eher klonen wollen.
• Man fördert die Work-Life-Balance der Leiharbeitnehmer aktiv (z. B. durch flexible Arbeitszeiten, Homeoffice, Teilzeit)
Ich hab im letzten Monat recht viel gearbeitet und hab Überstunden gemacht (ich musste dem zustimmen) Diesen Monat war ich ziemlich kaputt und hab nach freien Tagen am Stück gefragt. Am nächsten Tag hab ich eine E Mail bekommen mit 4 freien Tagen am Stück. Und nein es lag nicht daran das keine Einsätze vorlagen.
• Man betrachtet die Menschen als Ganzes und geht auf ihre individuelle Lebenssituation ein
Ich finde schon das man das tut. Ich bin aber von Natur aus recht flexibel und da ich bei der Zeitarbeit einen strukturierteren Ablauf hab als als Festangestellter gefällt mir das sehr gut. Von anderen Fachkröften weiß ich das sie zum Beispiel frühestens um 8:00 anfangen da sie ihr Kind erst um 7:30 in den KiGa bringen können. Andere wiederum machen nur Nachtschicht.
• Hoher Arbeitseinsatz wird gewürdigt und nicht als selbstverständlich genommen
Ich denke dieser wird gewürdigt. Wie gesagt erhielt ich nur positive Rückmeldungen von Auftraggebern und erhielt somit nach 3 Monaten schon eine Gehaltserhöhung. Ich kann Dienste absagen wenn ich will und ich werde um eine Meinung gebeten wenn es darum geht Auftraggeber zu canceln.
• Man zahlt den Mitarbeitern gute und faire Gehälter
Wie gesagt in 90% meiner Einsatzorte verdien ich mehr als das Festpersonal. Ich verdiene jetzt ca 100 Euro weniger als vorher als Wohnbereichsleitung.
• Man bietet den Leiharbeitnehmer attraktive Zusatzleistungen an (z.B. betriebliche Altersvorsorge). Wurden mir bislang keine Angeboten.
• Man bietet Schulungen speziell zur Gesundheitsförderung und Krankheitsprävention an
Anfang des nächsten Jahres sind Fortbildungen geplant zusammen mit unseren Auftraggebern.
• Man bietet den Leiharbeitnehmern spezielle Serviceleistungen an, um die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu unterstützen (z.B. Kindertagesstätte; Vermittlung von Tagesmüttern etc.)
Sowas gibt es nichtmal als Festangestellter.
• Der Personaldienstleister agiert in allen Phasen des Mitarbeiterlebenszyklus professionell: Vom ersten Kontakt mit einem potenziellen neuen Mitarbeiter bis hin zum Austritt eines Mitarbeiters.
da ich noch nicht ausgetreten bin kann ich hierzu wenig sagen. Ich finde es aber positiv das es hier keine "Ablöse" gibt. Hier gibt es eine Firma die ca. 3000 Euro und aufwärts verlangen wenn ein Mitarbeiter von einer Auftraggeber Firma übernommen werden soll. Das fällt bei uns weg. Laut Aussage der Niederlassungsleiterin sollen den Mitarbeitern keine Steine in den Weg gelegt werden.

Es gibt natürlich auch bei uns negatives zu Berichten. Manchmal entsteht ein recht großes Planungschaos. Ich wurde zum Bleistift in einer nacht zweimal geplant. Da ich aber nur an einem ort sein kann war der Auftraggeber nicht sehr angetan davon abends um 22:00 noch einen nachtdienst suchen zu müssen.
Ebenfalls die Fahrerplanung ist manchmal sehr daneben. Wenn dann noch ein Fahrer ausfällt wegen Krankheit oder ähnlichem ist das Chaos perfekt.
Vor kurzem wurde das Abrechnungssystem umgestellt was zur Folge hatte das fast alle Gehälter falsch berechnet wurden. Aber immerhin so grob das es sofort aufgefallen ist. Unser Fahrer hat ganze 200 Euro Gehalt bekommen.
Finde ich doch eine fragwürdige Äusserung. Er mag von seinem Gehalt zwei Monate leben können und hat sicher was gespart aber ein Fahrer für ein paar Euro die Stunde hat das sicherlich nicht.
Unsere Niederlasungsleiterin scheint da aber schnell einen Weg gefunden zu haben. Bedeutete nur Leider für die Leute im Büro auch wieder überstunden.
Das waren erstmal die negativen Punkte die mir aufgefallen sind. Gibt aber siche rnoch mehr.


Zuletzt geändert von Lacronimus am 14.05.2013, 16:08, insgesamt 1-mal geändert.

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BeitragVerfasst: 26.08.2012, 10:27 
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Guude Lacronimus,

wenn das Gesamtpaket bei deiner ZAF passt, ist das völlig okay. Natürlich, ist es zu großen Teilen dem Umstand geschuldet, dass deine Qualifikation, eine sehr gesuchte am Arbeitsmarkt darstellt. Dies wird auch mittel- und langfristig so bleiben. Dadurch genießt du sehr viele Vorteile in deinem Arbeitsverhältnis bei deiner ZAF, die anderen Leiharbeitnehmern verwehrt bleiben.

Die Aufzählung einiger Punkte aus meiner Liste, sollte lediglich verdeutlichen, dass es „Mehr“ gibt, außer einem fairen Gehalt- Das bei dir wohl gegeben ist. Bei der Vielzahl der Menschen in der Zeitarbeit leider nicht. Um dies festzustellen, benötige ich keine validen Daten. Es genügt mit den Menschen zu sprechen, sich die Tarifverträge der ZA anzuschauen, Arbeitsmarktberichte und Zeitung zu lesen.

Ich kenne keine befriedigende und logische Erklärung, dass eine Gruppe von Menschen, die dieselben Tätigkeiten ausführen, weniger Lohn erhalten sollten. Menschen die aus dem Arbeitsprozess fallen / entsorgt werden, Kranke, "Alte" und Berufsanfänger, Alleinerziehende (Mütter) die den Wiedereinstieg suchen, scheinbar Unqualifizierte oder Migranten mit mangelnden Sprachkenntnissen, sorgen für den Mitarbeitersockel der Zeitabeitsbranche.

Es scheint so, dass ZA nicht nur Armut fördert, sondern auch Armut benötigt, um erfolgreich zu sein.
Eine Schande für dieses Land.

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BeitragVerfasst: 26.08.2012, 13:11 
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Hallo Lacronimus, hallo Tig,
@Lacronimus
Zitat:
Aber ich muss sagen das ich eben eine examinierte Altenpflegefachkraft bin die sind hier in Kiel anscheinend rar gesät.

@Tig
Zitat:
wenn das Gesamtpaket bei deiner ZAF passt, ist das völlig okay. Natürlich, ist es zu großen Teilen dem Umstand geschuldet, dass deine Qualifikation, eine sehr gesuchte am Arbeitsmarkt darstellt. Dies wird auch mittel- und langfristig so bleiben.

@Lacronimus
Zitat:
• Die Mitarbeiter empfinden ein hohes Maß an Arbeitsplatzsicherheit
Den empfinde ich auf jeden Fall. Ich werde mit Sicherheit nicht gekündigt.


Aus den ersten beiden Zitaten geht hervor, dass es sich bei der Pflege um eine momentane günstige Arbeitsmarktlage handelt. Allerdings nur für LAN, denn für Stammis hat Lacronimus nicht soviel positives zu berichten. Siehe hier:
Ich konnte mir ein Grinsen dabei nicht verkneifen. Ich sehe ja vor Ort wie die Festangestellten buckeln dürfen. Doppeldienste und ständiges einspringen. Und dann der bahnbrechende Stundenlohn von 12,50. Selbst zu meiner Einstellung bei Zwanzigelf hab ich mehr bekommen...
Was den Artikel angeht...Wir haben bei uns ebenso MItarbeiter die nur bestimmte Schichten oder Uhrzeiten arbeiten. Sowas findet man Festangestellt auch nicht grad schnell.



Warum die Pflegebereiche derzeit offensichtlich lieber teure Stundensätze an die Verleiher bezahlen hinterfragt er nicht. Wie lange das so bleiben wird - die Leistungssätze in den Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen werden ja staatlicherseits ständig als nicht mehr bezahlbar bezeichnet und deshalb auch die Sozialversicherungsbeiträge gedeckelt - interessiert ihn nicht.

Trotzdem kommt er zu dem Schluß, dass er nicht gekündigt wird.

Wenn Du Dir sicher bist, dass Du nicht gekündigt wirst, laß Dir das doch mal schriftlich geben nur mal für die nächsten 8 Jahre und erzähl mal wie Deine ZAF das aufgenommen hat. Vielleicht erzählen sie Dir dann auch Sachen wie über nicht gesicherte Stundensätze.

Zitat:
• Man bietet den Leiharbeitnehmer attraktive Zusatzleistungen an (z.B. betriebliche Altersvorsorge).

Handelt es sich nur um eine Umwandlung eines Teils Deines Lohnes? Zahlt die ZAF einen Obolus dazu?
Dazu sollte man das Kleingedruckte lesen z.B. nach wieviel Beschäftigungsjahren wird der Anspruch gültig und verfällt er nach Ausscheiden? Gibts in der ZAF wenigstens einen LAN der da schon Erfahrungswerte hat (sprich in Rente ist?).

Vielleicht versuchst Du mal einen BR in der ZAF zu gründen. (Ratsam aber erst nach der Probezeit). Aber bei der Super-ZAF ist das wohl überflüssig.

Nach 4 Monaten in der Leiharbeit - in einem derzeit gefragten Segment - kann man schon übermütig werden.


Karl


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BeitragVerfasst: 26.08.2012, 20:10 
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Hallo Lacronimus,

noch ein Nachtrag zu meinem vorhergehenden Beitrag.

Habe mir heute noch die homepage von Zwanzigelf angeschaut unter:

http://www.zwanzigelf-personalmanagemen ... -bewerber/

Interessant was man da so lesen kann: Zum Beispiel: Der Mensch steht im Mittelpunkt. Diesen Grundsatz leben wir seit vielen Jahren vor.

Rechts im Kasten steht: Gründungsjahr 2011. Na ja.

Ganz am Ende heißt es: Sie selbst entscheiden, ob Sie bei uns einige Tage, Wochen und Monate oder viele Jahre arbeiten wollen.

Stimmt! Du entscheidest ob Du willst. Die ZAF entscheidet ob Du darfst.


Karl


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BeitragVerfasst: 26.08.2012, 20:16 
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Lacronimus hat geschrieben:
Unsere Niederlasungsleiterin scheint da aber schnell einen Weg gefunden zu haben. Bedeutete nur Leider für die Leute im Büro auch wieder überstunden.

Na, die Internen dieser BAP-Bude sind immerhin SCP-zertifiziert - sie sollte also solch einen ganz alltäglichen Dispositionskram mühelos in ihrer normalen Arbeitszeit auf die Reihe bekommen.

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BeitragVerfasst: 27.08.2012, 05:19 
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karla hat geschrieben:
http://www.zwanzigelf-personalmanagement.de/zeitarbeit-bewerber/

Interessant was man da so lesen kann: Zum Beispiel: Der Mensch steht im Mittelpunkt. Diesen Grundsatz leben wir seit vielen Jahren vor.
Rechts im Kasten steht: Gründungsjahr 2011. Na ja.

rotfl

Soviel zur Glaubwürdigkeit :)

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„Es gibt kein gutmütigeres, aber auch kein leichtgläubigeres Volk als das deutsche. Keine Lüge kann grob genug ersonnen werden, die Deutschen glauben sie. [...]” (Napoleon)


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BeitragVerfasst: 14.09.2012, 20:03 
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Registriert: 11.08.2012, 11:55
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Was die Glaubwürdigkeit der Jahre angeht. Die Firma hieß zuvor Temp Team medical und war aus Dänemark. Temp Team hat sich zurück gezogen und deshalb wurde Zwanzigelf gegründet. Zudem fallen auch Unterschiede zwischen der Niederlassung Kiel und der in Hamburg auf. In Hamburg scheint schon ein rauherer Wind zu wehen.
Zu den Überstunden der Büroleute...Wie gesagt das ganze Abrechnungssystem wurde umgestellt und dann nach den Fehlern oer Hand nach Fehlern durchsucht. Da kann auch kein System was dran ändern denk ich mal. Wobei mich das wenig interessiert ehrlich gesagt wieviele Stunden die im Büro schieben oder auch nicht solange die Leistung die bei mir ankommt noch stimmt.
Und ich wollte den anderen LAN hier auch nicht mit meinem Bericht auf den Schlips treten mir ist bewusst das es nicht überall so läuft. Aber bei den vielen negativ Berichten darf ja auch mal ein positiver dabei sein ;)
Das mit dem BR hab ich übrigens schon angesprochen gegenüber der Niederlassungsleiterin vor ca. einem Monat. Da hat anscheinen dniemand was dagegen.

Zusatzleistungen: ich schrieb das mir keine Angeboten wurden. Dementsprechend kann ich dazu sonst nichts sagen.
Ich finde es ebenso ungerecht das LAN in vielen Branchen ausgebeutet und schlecht bezahlt werden. Das steht ausser Frage. Und es ist ein Armutszeugnis für das Gesundheitssystem das es anscheinend lukrativer wird über eine Zeitarbeit eingesetzt zu werden als als Festangestellter zu arbeiten. Denn den Bewohnern kommt das sicher nicht zu Gute! Für die ist das ne Katastrophe jeden Tag andere Gesichter zu sehen. Aber es ging ja in meinem Beitrag auch nicht generell darum wie das Gesundheitssystem funktioniert sondern einfach ein Erfahrungsbericht über die Firma an sich, die sich ja anscheind nun auch noch verschlechtert. Ich hoffe ich hab mit meiner Befürchtung unrecht. Sollte sie sich verschlechtern bin ich ganz ganz ganz schnell weg.


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BeitragVerfasst: 15.09.2012, 07:20 
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Walsimöt hat geschrieben:
Recherchieren? Üben, üben, üben! ;-)
http://www.hoffmann-medical-service.de/

Rettet dem Dativ!


Nicht schlecht: In 2011 kam bei der HOFFMANN Medical Service GmbH
ein Jahresüberschuss von 45.154,04 € auf ein gezeichntes Kapital von 25.200,00 €. So läst es sich leben.

Lacronimus hat geschrieben:
Zudem fallen auch Unterschiede zwischen der Niederlassung Kiel und der in Hamburg auf. In Hamburg scheint schon ein rauherer Wind zu wehen.


Verstehe ich nicht. Zitat vom 11.08.2012

Lacronimus hat geschrieben:
Ich arbeite nun etwa vier Monate in besagter Firma.


Laut Homepage gibt es die Niederlassung in Kiel aber erst seit dem 01.07.2012.

Was zahlen Leihbuden eigentlich, wenn ich positive Berichte über Leihbuden verbreite?

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Der letzte Kampfaufruf http://www.youtube.com/watch?v=88Hh_DqJA5k
Der letzte Arbeitskampf http://www.youtube.com/watch?v=tGdVo6a0Ats


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BeitragVerfasst: 15.09.2012, 20:55 
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Wohnort: Frankfurt
Lacronimus hat geschrieben:
Und ich wollte den anderen LAN hier auch nicht mit meinem Bericht auf den Schlips treten mir ist bewusst das es nicht überall so läuft. Aber bei den vielen negativ Berichten darf ja auch mal ein positiver dabei sein ;)


Ich kann keine negativen Berichte erkennen. Nur Zustandsbeschreibungen.
Schmissige Übertreibungen und die Mißachtung sozialer Gefühle finden wir auf der Leiharbeits-Lobbyisten Seite.
Diese "Dienstleister" sind der Meinung, dass es besser für den einzelnen und die Volkswirtschaft insgesamt ist, wenn die Menschen einer schlecht bezahlten Arbeit nachgehen, anstatt in Arbeitslosigkeit und Faulheit zu verharren. Übersetzt bedeutet das, dass die Leiharbeitnehmer gefälligst froh sein sollen, dass sie überhaupt Arbeit haben.


Lacronimus hat geschrieben:
sondern einfach ein Erfahrungsbericht über die Firma an sich, die sich ja anscheind nun auch noch verschlechtert. Ich hoffe ich hab mit meiner Befürchtung unrecht.

Oh, "deine Firma" wird sich merklich verschlechtern. Keine Frage. Wir sehen uns wieder......

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Ein Land ist nicht nur das, was es tut- es ist auch das, was es verträgt, was es duldet.
Kurt Tucholsky


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BeitragVerfasst: 11.05.2013, 21:07 
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So ich glaub dann kann ich mal wieder etwas schreiben ;)
Kurz Tig hatte wohl recht. Mehr möchte ich eben nicht schreiben da ich nicht weiß inwiefern Firmenchefs hier vielleicht mitlesen. Immerhin haben diese auch eine Facebookseite die sie pflegen.
Aber ich werde das wohl in den nächsten zwei Wochen aktualisieren.


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BeitragVerfasst: 11.05.2013, 22:18 
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Leiharbeitsfirmen sind immer so lange ganz ok, wie sie einen akut brauchen.

Keine richtige Arbeit finden zu können heißt ja noch lange nicht, daß der aktuelle Entleihbetrieb nicht doch ganz froh ist, einen zu haben. Solange das so ist, kann man sich auch bei Leihbuden fast alles "rausnehmen", was man anderswo auch könnte. Lohnabrechnungen bemängeln, Urlaub beantragen und auch bekommen, alle Stunden ausgezahlt kriegen ...

Das kippt aber schlagartig, wenn der Einsatz zuende ist.

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BeitragVerfasst: 14.05.2013, 08:49 
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Sicher das kann ich mir vorstellen
Bei dem Fachkräftemangel in Deutschland kannich aber davon ausgehen das für mich die Aufträge nicht ausgehen :) Da liegt also nicht der Grund für die Veränderungen.


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BeitragVerfasst: 14.05.2013, 08:53 
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Lacronimus hat geschrieben:
Bei dem Fachkräftemangel in Deutschland

Wie? Was? Wo?
Hab ich was verpaßt?

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BeitragVerfasst: 14.05.2013, 17:29 
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Der voranschreitende demografische Wandel ist keine Fiktion mehr, sondern bittere Realität geworden. Aufgrund der Zunahme an älteren Menschen in der Gesellschaft, ist für die Zukunft mit einer größeren Zunahme an pflegebedürftigen Menschen zu rechnen. Schon jetzt kommen, laut einer Analyse der Bundesagentur für Arbeit, auf 100 offene Stellen rein rechnerisch nur noch 35 Arbeitslose Altenpfleger. Offene Stellen für Altenpfleger können durchschnittlich 124 Tage nicht besetzt werden. Im Vergleich zum Juni 2012 betrug die Vakanz (offen, unbesetzt) für eine offene Stelle in der Altenpflege noch 115 Tage. Auf 100 offene Stellen kamen im Juni 2012 insgesamt 38 Arbeitslose Altenpfleger. Doch auf das Lohnniveau wirkt sich dieses Ereignis offensichtlich nicht aus. Warum auch.


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BeitragVerfasst: 15.05.2013, 11:02 
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Lacronimus hat geschrieben:
Doch auf das Lohnniveau wirkt sich dieses Ereignis offensichtlich nicht aus. Warum auch.

Weil bei den anderen Werten entweder eine Statistikfälschung oder zumindest ein Statistikfehler vorliegt.

Bei allen Fehlern im liberalen Wirtschaftsmodell, die Gleichgewichtspreisfindung ist wohl unumstritten.

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